Gesucht wird …

Gesucht wird der Künstler / die Künstlerin des Exlibris Wilhelmine Wetzel.

Die Lithografie klebt im Deckel eines Buches aus den 1920er Jahren.

Nachruf auf Robert Baramov – 1966-2021

Robert Baramov 1966-2021

Wieder eine unerwartete und traurige Nachricht: Robert Baramov ist tot! Ein Schock für mich, hatten wir doch noch vor etwa drei Wochen eine Diskussion über die Situation der FISAE und vor allem über sein Projekt, einen Internationalen Exlibris-Kongress vorzubereiten und ihn 2024 nach Varna zu holen.
Wir kannten uns seit gut einem Vierteljahrhundert und bereits 1998 entstand sein erstes Exlibris für mich. Auf vielen Tagungen führten wir Gespräche sowohl über die Kunst des Exlibris als auch über die Situation und Probleme der Künstler, speziell nach der Wende, was für mich mindestens ebenso wichtig war wie die schmückende Ergänzung meiner Sammlung beziehungsweise der des Frederikshavn Kunstmuseums mit seinen prachtvollen Grafiken.
Robert Baramov wurde 1966 in der Stadt Varna, Bulgarien, geboren. Er arbeitete in den Bereichen Installation, Performance, zeitgenössische Texte und Grafik. 1994 machte er seinen Abschluss an der Grafikabteilung der Nationalen Kunstakademie in Sofia. Durch sein erfolgreiches Schaffen hat er an einer Vielzahl von Ausstellungen teilgenommen und über 40 internationale Preise für Grafik und zeitgenössische Kunst gewonnen. Seine Soloprojekte, Aktionen und Installationen hat er auf internationalen Foren für Grafik und zeitgenössische Kunst in Galerien, Museen und Kulturinstitutionen in Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland,  Italien, China usw. präsentiert, u. a. im: Kulturhaus Hannover (D), Museum für Moderne Kunst in Bodenburg (D), Frederikshavn Kunstmuseum (DK), Museum Schloss Malbork (PL), Nationalmuseum in Peking (CN), Nationalmuseum für Naturgeschichte in Sofia (BG), Museum für Geschichte in Sofia (BG).
Für mich nachwirkend in Erinnerung bleibt sein leidenschaftlicher Einsatz auf dem Kongress in Prag 2018, einen Internationalen Exlibris-Kongress in Varna zu arrangieren. Durch sein Engagement für die Kunst und die Künstler und nicht zuletzt dank seiner wunderbaren Grafiken, die eine Bereicherung und ein Genuss für uns alle waren, die Freunde des Exlibris weltweit, wird Robert Baramov unvergessen bleiben.
Unsere Gedanken gehen an seine Hinterbliebenen.

Klaus Rödel

Gesucht wird …

Bitte aus Ungarn um Hilfe bei der Identifizierung dieses Exlibris:

Wer ist der Eigner?
Wer ist der Künstler? 

Franz Traunfellner. Ein Waldviertler Grafiker und Maler

Die Österreichische Exlibris-Gesellschaft kann mit großer Freude eine neue Sonderveröffentlichung präsentieren. Im vorliegenden Band wird nicht nur der künstlerische Werdegang von Franz Traunfellner dargestellt, sondern ein besonderer Schwerpunkt auf das Exlibris und auf die Kleingrafik des Künstlers gelegt. Traunfellner lebte als Sohn eines Bauern in Gerersdorf bei Pöggstall, wo er zunächst in der Landwirtschaft mithalf. Sein Vater betrieb nebenbei eine Holzwerkstatt für landwirtschaftliche Geräte, in der auch Franz mitarbeitete. Schon sehr früh, gegen Ende der Pflichtschulzeit, wurde sein künstlerisches Talent entdeckt. Für Franz Traunfellner begann eine Gratwanderung zwischen Landwirtschaft und Kunst, bzw. Brotberuf und Leidenschaft. Schon früh fertigte er Holzschnitte an und wurde schon in jungen Jahren durch seine Ausstellungstätigkeit bekannt. Die Armut im Hause Traunfellner führte dazu, dass Franz keine Ausbildung an einer Kunsthochschule genießen konnte. Nur selten hatte er Gelegenheit von zeitgenössischen Künstlern Tipps für seine Arbeit zu bekommen. 1963 gab er die Landwirtschaft auf und widmete sich nur mehr seinem künstlerischen Schaffen. Sein Schaffen fand immer wieder große Aufmerksamkeit und wurde entsprechend durch Auszeichnungen belohnt. Das Schöne an der Entstehung dieses Buches ist, dass es praktisch fast nur von Frauen erstellt wurde. Auch das Layout und die Betreuung in der Druckerei erfolgten ebenfalls durch eine Frau.
Viel Freude den Lesern dieser Neuerscheinung.  

Linke−Traunfellner, Irmgard; Linke, Nina; Karolyi, Claudia (Beitr.): Franz Traunfellner. Ein Waldviertler Grafiker und Maler. – 17. Sonderveröffentlichung der Österreichischen Exlibris – Gesellschaft, 115 S.: 2 Bilder, 56 Abb.; 23 cm; Leinen geb. – ISBN 978−3−95042−1−8   Preis: € 30,– zuzüglich Versandkosten.

Bezug ist ausschließlich über die Österreichische Exlibris-Gesellschaft (ÖEG) (www.exlibris-austria.at) möglich.

Franz Traunfellner, Bauerngarten, Holzstich, 1945 15 x 11 cm

Bundesverdienstkreuz für Dr. Horstfried Masthoff

Am 1. Juli 2020 überreichte die Regierungspräsidentin des Regierungsbezirks Münster Dorothee Feller das Bundesverdienstkreuz am Bande Dr. Horstfried Masthoff für sein herausragendes kulturelles Engagement. 

In der Begründung wurde neben der Aufzählung seiner kulturellen Ehrenämter sowie zahlreicher Förderprojekte im kulturellen Bereich mittels der 2001 von ihm und seiner Ehefrau Eva in Haltern gegründeten “Kulturstiftung Masthoff” auch sein Wirken als Mäzen durch die Vergabe einer großen Reihe von Exlibris an Auftragskünstler und seine Tätigkeit im Beirat der Deutschen Exlibris-Gesellschaft gewürdigt. 

Die DEG gratuliert ihrem langjährigen Mitglied Dr. Horstfried Masthoff ganz herzlich!  

Ausführlicher Bericht: 

https://www.lokalkompass.de/haltern/c-kultur/grosszuegig-engagiert-und-integer_a1396857

 

Bei der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Dr. Horstfried Masthoff: v.l. Regierungspräsidentin Dorothee Feller, Dr. Horstfried Masthoff und Eva Masthoff. Foto: Bezirksregierung Münster

Neue DEG-Website

Liebe DEG-Mitglieder, liebe Exlibris-Interessenten,

mit der in dieser Woche online gestellten neuen DEG-Website lösen wir, 15 Jahre nach ihrer Erst-Einrichtung, die bisherige DEG-Homepage ab.
Auf der neuen Website sind zwar wesentliche Teile der Grundstruktur behalten worden, andererseits haben wir weitreichende Änderungen vorgenommen. Alles in allem ist die Seite moderner und zeitgemäßer geworden und soll sowohl Sie als Mitglieder möglichst umfassend über das Exlibris-Geschehen informieren als auch außerhalb unserer Gesellschaft Interesse für das Exlibris wecken.

Hier ein kurzer Überblick der wichtigsten Änderungen:

  • Neues Design mit neuem Logo und neuer Farbgebung, mit Slidern und Marginalspalte
  • Klare Seitenstruktur
  • Barrierearm
  • Responsive Design
  • Als App für Tablet und Smartphone
  • Eindeutige Zuordnung von Reitern und Unterreitern
  • Startseite mit vielfältigen Informationen zum aktuellen Geschehen in der Exlibriswelt, einfach über Kacheldesign anzuklicken
  • „Nachrichten“ sind ein separater Bereich – Aktuelles taucht immer auf der Startseite auf
  • „Termine“ sind gleichfalls unter einem separaten Reiter zusammengefasst
  • Erweiterung der Auflistung von Ehrungen
  • „Publikationen“ sind eindeutiger definiert
  • Erweiterung der Bereiche „DEG-Jahrbücher“ und „Aus den DEG-Jahrbüchern“
  • Kompletter Abdruck der Exlibris-Aufsätze aus den >Marginalien
  • Erweiterung der „Künstler-Galerie“
  • Erweiterung der „Exlibris-Werklisten“
  • Liste von Handsignaturen (kommt demnächst)
  • Neue Kategorie: „Gesucht wird …“
  • Klare Darstellung der „Archive“
  • Neu: „DEG-Web-Archiv“

Vieles wird für die LeserInnen anfangs sehr ungewohnt sein, vieles gilt es, neu zu entdecken. Manches wird sukzessive ergänzt, einiges völlig neu eingeführt werden. Die Datenbank der Handsignaturen befindet sich noch weiter im Aufbau und wird etwas später zur Verfügung gestellt werden. Und die Aufnahme weiterer, bisher nicht berücksichtigter Bereiche ist in Planung.
Das alles wird nicht ohne Fehler ablaufen. Wir bitten Sie herzlich, diese umfassende Umstellung mit Wohlwollen zu begleiten – wobei Zustimmung genauso gern entgegengenommen wird wie konstruktive Kritik.

Herzlichst,
Henry Tauber

ABSAGE

Absage der DEG-Jahrestagung 2020 in Bad Bramstedt

Liebe Exlibrisfreundinnen und -freunde!

Nach letzten Absprachen mit dem Tagungshotel und unseren eigenen Überlegungen ergibt sich hinsichtlich unseres für November geplanten Jahrestreffens folgendes Bild:

  • Aufgrund der gebotenen Abstandsregelungen würde der große Tagungssaal maximal 50 – 60 Teilnehmer fassen         
    Wie und nach welchen Kriterien aber sollte man die Teilnehmerzahl begrenzen?
    Eine Tagung mit so wenigen Teilnehmern wäre für die DEG finanziell nicht durchführbar 
  • Die Abstandsregelungen würden selbstverständlich auch für Festabend, Kaffeepausen, Imbiss usw. gelten
  • Mund-Nase-Schutzbedeckung wäre gleichfalls obligatorisch, selbstverständlich auch beim Tauschen,
    dem für viele wichtigsten Vorgang der gesamten Tagung
  • Im November kann nicht durchgehend gelüftet werden – und draußen kann nichts stattfinden
  • Niemand weiß, ob es im November zu neuen (und wenn ja: zu welchen) Quarantäneregelungen
    bzgl. Gästen aus dem Ausland
    kommen könnte
  • Niemand weiß, ob es Reisebeschränkungen irgendwelcher Art geben wird
  • Nicht zuletzt: Ein großer Teil der Teilnehmer gehört der Risikogruppe an – neben anderen Kriterien: Personen ab 65 Jahren 

Aus diesen Gründen hat sich der Vorstand der DEG dazu entschieden, die Jahrestagung in Bad Bramstedt abzusagen, was gleichbedeutend mit dem generellen Ausfall der Tagung 2020 ist.

DEG-Wettbewerb:

Der DEG-Wettbewerb 2020 hat große Resonanz erfahren. Insgesamt gab es 263 Einsendungen (2019: 108) von 41 Künstlern aus 18 Ländern. Der Vorstand wird eine Jury berufen, so dass der Jurypreis für den besten Künstler / die beste Künstlerin vergeben wird.

Die Publikumspreise für das beste Exlibris und für die beste Gelegenheitsgrafik werden nicht vergeben.

Der Wettbewerbskatalog wird erscheinen.

Sonderausstellung:

Der Katalog zur Ausstellung „WATER, WATER EVERYWHERE … Exlibris zum Thema Meer“
von Ulrike Ladnar und Heinz Decker wird erscheinen.

Ehrungen:

Über alle Ehrungen werden wir informieren (u. a. Logo-Wettbewerb, Jury-Preis, langjährige Mitgliedschaft).

Die Urkunden und Preise werden persönlich überreicht oder postalisch zugestellt.

Alle Angemeldeten werden unverzüglich von Anke Polenz informiert.

An dieser Stelle die ganz herzliche Bitte an Sie, evtl. auf einen Teil der Rückzahlung zu verzichten, denn gleichwohl gab es im Vorfeld durchaus nennenswerte Ausgaben, die beglichen werden müssen.

Gegebenenfalls könnten auch DEG-Mitglieder, die die November-Tagung nicht besuchen wollten, die DEG in dieser schwierigen finanziellen Situation (erfolgte Ausgaben für die Tagung, die dann nicht wie sonst durch die Tagung selbst wieder ausgeglichen werden können) mit einer kleinen finanziellen Zuwendung unterstützen. Selbstverständlich erhalten Sie dafür eine Spendenquittung.

Inzwischen laufen längst die konkreten Planungen zur Durchführung unserer Jahrestagung 2021 in Gelsenkirchen – obgleich niemand weiß, wie die Situation in Sachen Corona / Covid-19 dann aussehen wird.

Wir hoffen auf ein Wiedersehen 2021! Herzliche Grüße und bleiben Sie gesund!

Dr. Henry Tauber für den DEG-Vorstand, am 13.07.2020

DEG-Jahrbuch

erscheint jährlich, mit jeweils ca. 10 Artikeln zum Exlibris und sonstiger Kleingrafik sowie in der Regel 5 oder mehr Originalgrafiken (im Mitgliedsbeitrag enthalten)

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ABSAGE

38. FISAE-Kongress in London vom 12.08. – 16.08.2020 wurde abgesagt! 

Weitere Informationen zur Absage auf der Unterseite “Termine / Tagungen & Treffen”