Paul G. Becker zum 90. Geburtstag

Paul G. Becker zum 90. Geburtstag

Am 12. Juni 2021 wird Paul G. Becker 90 Jahre alt. Gelernter Buchhändler, später Sortiments- und Verlagsbuchhändler, wurde der Bibliophile 1973 Mitglied der Deutschen Exlibris-Gesellschaft, der er von 1977 bis 1986 als Erster Vorsitzender vorstand und anschließend bis 1992 als Archivar diente. Gemeinsam mit dem damaligen Ersten Schriftführer des Vereins Hans Kruse belebte er die DEG-Mitteilungen, die zuvor nur noch unregelmäßig erschienen waren, zu neuem – beständigem – Leben und initiierte eine Öffnung in Richtung grafischer Künste aller Art, indem er den Untertitel des DEG-Jahrbuchs von „Exlibriskunst und Gebrauchsgraphik“ in „Exlibriskunst und Graphik“ änderte. Nicht allein deshalb, aber sicher auch deswegen nahm der Verein einen erheblichen Mitglieder-Aufschwung von 220 auf 500 Personen und Institutionen (die bis heute höchste Mitgliederzahl).

Dreimal: 1981, 1984 und 1991 organisierte Becker die DEG-Jahrestagung, letztere zum hundertjährigen Bestehen des weltweit ältesten Exlibrisvereins.

Schon während seiner 15-jährigen Vorstandstätigkeit, aber auch danach, richtete er eine Vielzahl von Ausstellungen aus, die er oftmals aus seiner eigenen Sammlung bestückte. Zu seinen bevorzugten Exlibris-Sammelgebieten gehörten „Cervantes und Don Quixote“ (seine mehr als 1.200 Exemplare umfassende Sammlung stiftete er später dem Don-Quijote-Haus in Goslar) und der Künstler Willi Geiger (zu dessen Exlibriswerk er einen wichtigen Ergänzungsband zum „Schreyl“ herausgab).

Insbesondere – und bis heute – befasste er sich mit „alten“ Exlibris. Aus seinem Bestand stammte der Großteil der 1996 gezeigten Ausstellung „Schätze der Exlibriskunst aus dem 15. bis 18. Jahrhundert“, der gleichnamige Ausstellungskatalog war der erste Band der sich daraus entwickelnden Reihe „Schätze der Exlibriskunst“.

Neben weiteren Schriften gab Becker 2001 eine Publikation über japanische Bücherzeichen heraus, die auch zu seinen Sammelgebieten zählten, und im Jahr darauf, gemeinsam mit Svetlan Piilmann, das Standardwerk „Baltische Exlibris“. 

Eduard Albrecht-Hagen, 1988, Holzstich

1988 stiftete er die „Walter-von-Zur-Westen-Medaille“, die von der DEG seitdem für besondere Verdienste um das Exlibris vergeben wird und international als eine der renommiertesten Auszeichnungen in der Exlibriswelt gilt.

1988 ernannte ihn die DEG zu ihrem Ehrenmitglied, 1997 zu ihrem Ehrenpräsidenten.

Die DEG hat Paul G. Becker viel zu verdanken – wir gratulieren ihm ganz herzlich zum runden Geburtstag und wünschen ihm alles Gute, Gesundheit und Zufriedenheit und noch viele weitere Jahre Lebensglück!

Henry Tauber,
im Namen der DEG 

 

Beitragsbild auf der Startseite: Oswin Volkamer, Opus 100, 1981, Kupferstich

David Bekker, 1999, Radierung

Gesucht wird …

der Künstler des Exlibris für Willi WEGEWITZ.

Der Eigner (1898 Forsthaus Hollenbeck Krs. Stade
-1996 HH-Harburg) war Professor, Archäologe, Heimatforscher und Museumsleiter des Helms-Museums Hamburg.

Es wird von einer Entstehung in den 1930er Jahren ausgegangen.

Das Monogramm war mir keine Hilfe bei der Identifikation.

Hinweise erbittet Anne Büsing unter

a.v.buesing@t-online.de

Gesucht wird …

der Künstler des Exlibris für Willi WEGEWITZ.

Der Eigner (1898 Forsthaus Hollenbeck Krs. Stade
-1996 HH-Harburg) war Professor, Archäologe, Heimatforscher und Museumsleiter des Helms-Museums Hamburg.

Es wird von einer Entstehung in den 1930er Jahren ausgegangen.

Das Monogramm war mir keine Hilfe bei der Identifikation.

 

 

 

 

Hinweise erbittet Anne Büsing unter

a.v.buesing@t-online.de

DEG-Jahrestagung 2022 in Gelsenkirchen

Wie bereits 2021 findet auch die DEG-Jahrestagung 2022 im Maritim-Hotel in Gelsenkirchen statt. 
Termin: 5. Mai bis 8. Mai 2022  

Bitte beachten: 

Die Jahrestagung 2021 findet vom 21.-24.10.2021 im Maritim-Hotel in Gelsenkirchen statt.

UND

Die Jahrestagung 2022 findet vom 05.-08.05.2022 AUCH im Maritim-Hotel in Gelsenkirchen statt.

Nachruf auf Vladimír Suchánek

Ende Januar erreichte mich die traurige Nachricht, dass mein guter Freund über einen Zeitraum von mehr als 50 Jahren, der tschechische Grafiker Vladimír Suchánek, am 25. Januar 2021 verstorben ist. Geboren am 12. Februar 1933 in Nové Mĕsto nad Metují im nordwestlichen Teil von Böhmen, dimittierte er 1954 als Zeichenlehrer an der Pädagogischen Fakultät der Karls-Universität in Prag, 1960 erfolgte der Abschluss seiner Studien an der Kunstakademie der Stadt. 1965 wurde er Mitglied des Vereins der tschechischen Grafiker Hollar. Ein Verein, der 1975 von den Kommunisten verboten wurde.
Unsere Verbindung entstand bereits 1968 mit meiner Anfrage, ein Exlibris von ihm zu erhalten. Seitdem hat er mehr als 20 Exlibris und PF für die Familie Rödel geschaffen und wir haben uns auch mehrere Male gegenseitig besucht.
Kaum ein anderer Künstler hat es wie er verstanden, Leben in einen Stein zu bringen. Seine fantastischen großformatigen Lithografien mit eleganten Damen fügen sich in jedes Heim mit Interesse für Kunst. Dies spiegelt sich auch in seinen unzähligen Exlibris wider, die ein unentbehrlicher Teil jeder guten Exlibris-Sammlung sein sollten. 
Am internationalen Exlibris-Kongress 2018 in Prag nahm er munter und fidel teil, den Abschluss des Kongresses bildete eine Fahrt nach Marienbad zu einer großen Ausstellung mit einer Retrospektive über sein Gesamtwerk, darunter weit über 400 Exlibris mit Darstellungen, die jedes Sammlerherz höherschlagen lassen. Neben freier Grafik und Exlibris schuf er auch eine beachtliche Anzahl von Briefmarken.
Vladimír Suchánek war aber nicht nur ein hervorragender Grafiker, sondern auch ein ausgezeichneter Musiker, sogar mit einer eigenen Band. Eines seiner relativ letzten Exlibris wurde den Mitgliedern der DEG im Jahrbuch 2018 vorgestellt, ein Freundschaftsexlibris, auf dem sich eine Dame zwischen Künstler und Sammler entscheiden muss. 
Vladimír Suchánek verstarb am 25. Januar 2021 im Alter von 87 Jahren. Er und sein Werk werden für lange Zeit uns allen in Erinnerung bleiben, denn er war als Künstler und Freund eine der wichtigsten Persönlichkeiten innerhalb der Exlibris-Bewegung der Gegenwart.

Klaus Rödel

Exlibris für Susi Kolar-Plicka, o. J., Lithografie

Heinz Decker zum DEG-Ehrenmitglied ernannt

DEG-Ehrenmitgliedschaft für Heinz Decker

Auf der DEG-Jahrestagung 2020 in Bad Bramstedt wollte der DEG-Vorstand unser langjähriges Mitglied Heinz Decker für seine herausragenden Verdienste um das Exlibris und um die Deutsche Exlibris-Gesellschaft auf besondere Weise würdigen. Da die Tagung Corona-bedingt leider abgesagt werden musste, eine Ehrung in großem gesellschaftlichem Rahmen zurzeit also nicht möglich ist, möchten wir diese Ehrung nun auf unkonventionellem Wege vornehmen.

DEG-Mitglied seit 1992, fungierte Heinz Decker bereits ein Jahr darauf als Rechnungsprüfer und übte dieses Amt bis zum Jahr 2000 aus (1993 bis 1996 gemeinsam mit Dr. Wolfgang Pungs und 1997 bis 2000 mit meiner Wenigkeit). An diese Prüfungen im Haus des damaligen DEG-Schatzmeisters Claus Wittal, der unser beider guter Freund war und leider viel zu früh verstarb, erinnere ich mich noch sehr gut und sehr gern.
Im Jahr 2000 wurdest Du, lieber Heinz, dann zum ersten Mal als Redakteur des Jahrbuchs in den DEG-Vorstand gewählt. Zweimal wiedergewählt, hast Du das Amt bis 2012 ausgeübt und die wichtigste Publikation der DEG auf hohem Niveau gehalten. Zu den herausragenden Veröffentlichungen in dieser langen Reihe zählte sicher das Jahrbuch 2004, das Du „Jüdischer Kultur und Exlibriskunst“ gewidmet hast.
Nach diesem Jahresdutzend als Jahrbuchredakteur hast Du Dich noch einmal für vier weitere Jahre in den Vorstand wählen lassen, diesmal als Vizepräsident. Nach 16-jähriger Vorstandsarbeit schließlich hast Du nicht mehr für ein Vorstandsamt kandidiert, wurdest aber in den DEG-Beirat berufen und dientest der DEG als Beiratsmitglied noch weitere vier Jahre bis 2020. Parallel dazu hast Du von 2012 bis 2019 auch noch die Homepage der Gesellschaft betreut, der Du bis heute mit gelegentlichen Beiträgen verbunden geblieben bist.

Über diese DEG-bezogenen Tätigkeiten hinaus hast Du die Exlibriswelt als überaus produktiver Autor einer kaum überblickbaren Anzahl an Schriften bereichert, worunter sich mindestens sechs Bücher und Kataloge befinden. 

2006: Von Johann Baptist Fischart bis Ernst Jünger – Dichterexlibris (Schätze der Exlibriskunst, Bd. 5); 2009: Bühnen-Bilder. Exlibris rund ums Theater (mit Deiner Frau Ulrike Ladnar); 2010: Exlibris zum Friedrichshagener Dichterkreis (mit Ulrike); 2014: Totentanz und Kleine Randbemerkungen zum Krieg – Die Kriegsvisionen von Michel Fingesten; gleichfalls 2014: Deutsche Exlibriskunst. Vom Jugendstil bis heute; 2020: Water, water everywhere (mit Ulrike).
Neben diesen Veröffentlichungen steht eine immense Anzahl von Aufsätzen und Artikeln, die Du für
deutsche, schweizerische, österreichische, englische Zeitschriften, Magazine und Jahrbücher geschrieben hast, und eine gleichfalls große Anzahl von Beitrags-Übersetzungen vom Englischen ins Deutsche und umgekehrt, wobei Dir Deine „Vergangenheit“ als Dozent am University College in Dublin und Lehrer, Studienrat und Studiendirektor am renommierten Frankfurter Goethe-Gymnasium, der v. a. mit dem Fach Englisch betraut war, sicher zugutekam.
Deine Arbeit als Autor, in der Du Dich längst nicht nur, aber doch immer wieder, mit literarischen Themen befasst hast, zeichnet sich in hohem Maße durch sachliche Kompetenz aus. Dabei zieht sich Deine Fähigkeit, komplexe Sachverhalte und neue Erkenntnisse auf unserem Gebiet wissenschaftlich anspruchsvoll und fundiert, aber dennoch allgemein verständlich und anregend zu präsentieren, wie ein roter Faden durch Dein Werk.

Ebenso wie Humor und Esprit, die Du auch in so manchem Zwischenruf, dieser oder jener Rezension oder Mitteilung versprüht hast. Unvergesslich zum Beispiel Deine Wortschöpfung: „Speck für die SammlermäusInnen“ in einer Glosse zu einem Beitrag über „buchgerechte“ Exlibris in den DEG-Mitteilungen 2010. Oder „Katzenklärchen“, was sich daraus ergab, dass Du früher Exlibris, die in Büchern klebten, die Du auf Flohmärkten gefunden hattest, in Deinem eigenen Computerverzeichnis als „Klärchen“ bezeichnetest, d. h. es war zu klären, wer der Künstler war; und da das erste von Dir aufgefundene Bücherzeichen dieser Art ein Universalexlibris war, das neben dem handgeschriebenen Namenseintrag ein Katzenmotiv aufwies, nanntest Du es eben „Katzenklärchen“; so von Dir erzählt in einem Deiner Beiträge für die DEG-Mitteilungen 2020. Oder die Betreff-Überschrift „Beirexit“ in einer Mail von Dir an mich, auch aus diesem Jahr 2020, in der es noch einmal um Dein Ausscheiden aus dem Beirat ging.

Dein Wirken für das Exlibris, die DEG und die Exlibristen war und ist geprägt von uneigennütziger Hilfsbereitschaft und Liebenswürdigkeit, von Integrität und Verantwortungsbewusstsein.

2016 hat Dir der DEG-Vorstand für Deine vielfältigen einschlägigen Verdienste die Walter-von-Zur-Westen-Medaille verliehen.

 

2020 hat der Vorstand den Beschluss gefasst, Dich zum Ehrenmitglied der Deutschen Exlibris-Gesellschaft zu ernennen. Dazu überreichen wir Dir die von Joke van den Brandt gestaltete Urkunde und fügen unseren ganz herzlichen Glückwunsch hinzu!

Henry Tauber für den DEG-Vorstand

Altena, 1. November 2020

Walter-von-Zur-Westen-Medaille 2020 für Dr. Karl F. Stock

Walter-von-Zur-Westen-Medaille 2020 für Dr. Karl F. Stock

Die neben der Ernennung zum Ehrenmitglied oder zum Ehrenpräsidenten höchste Auszeichnung, die die DEG zu vergeben hat, ist die Verleihung der vom DEG-Ehrenpräsidenten Paul G. Becker gestifteten Walter-von-Zur-Westen-Medaille, im Gedenken an den langjährigen Präsidenten des Deutschen Exlibris-Vereins Walter von Zur Westen. Seit 1988 nunmehr zum 19. Mal für besondere Verdienste um die Exlibris-Bewegung verliehen, geht sie 2020 an Dr. Karl F. Stock. Er ist nach Dr. Ottmar Premstaller, der die Auszeichnung 1995 erhielt, der zweite Österreicher, dem der DEG-Vorstand die Medaille zuspricht.

Dr. Stock wurde 1937 in Graz geboren und ergriff nach dem Ablegen der Matura 1959 den Beruf des Bibliothekars, der zugleich Berufung werden sollte. 1969 zum Dr. der Staatswissenschaften (Dr. rer. pol.) promoviert, leitete er von 1974 bis zu seiner Pension 1997 als Direktor die Bibliothek der Technischen Universität seiner Heimatstadt Graz.

Schon seit 1957 betätigte sich der spätere Bibliothekar als Linolschnittkünstler, seit 1960 beschäftigte er sich mit Exlibris. Im Laufe der Zeit schuf er rund 470 Linolschnitte und ca. 400 Monotypien; unter seinen Arbeiten befinden sich mehr als 100 Exlibris. Seit 2004 Mitglied der Deutschen Exlibris-Gesellschaft, ist er mit einer Auswahl seiner Bücherzeichen in der Künstler-Galerie auf der DEG-Website vertreten.

Die Ehrung mit der Walter-von-Zur-Westen-Medaille erfolgt v. a. in Würdigung der Arbeiten Dr. Stocks als bedeutender Bibliograph. Neben den seit 1962 z. T. gemeinsam mit Rudolf Heilinger und Marylène Stock erarbeiteten umfangreichen Datenbanken, etwa den Personalbibliographien österreichischer Persönlichkeiten und der Bibliographie der Bundesländerbibliographien Österreichs, hat er der Exlibriswelt mit seiner seit 1997 entstandenen Bibliographie der Internationalen Exlibris-Literatur eine Datensammlung zur Verfügung gestellt, die alle jemals in gedruckter Form

publizierten oder im Internet veröffentlichten Verzeichnisse zur Exlibris-Literatur bei Weitem übertrifft. 2020 enthielt diese online gestellte Datenbank mehr als 65.000 Datensätze, davon über 32.000 Künstlerdatensätze; allein die deutsche Exlibris-Bibliographie kommt auf 13.688 Datensätze, davon 5667 Künstlerdatensätze. Auszüge aus den Bibliographien hat Dr. Stock mehrmals auch in Printform veröffentlicht, etwa 2004 bei Saur in München: Österreichische Exlibris-Bibliographie 1881–2003; in Graz 2005: 110 Jahre japanische Exlibris-Literatur in europäischen Sprachen und Exlibris-Zeitschriften; 2010: Schweizer Exlibris-Künstler von A–Z; 2011: Verzeichnis der Exlibris-Künstlerinnen; 2012: Werkverzeichnis der Exlibriskünstler (749 S. mit rund 27.500 Namen und Lebensdaten, soweit ermittelt); 2017: Quintessenz der internationalen Exlibris-Literatur (3. Bde., 1418 S.). Ein gewaltiges Werk, in dem nach eigener Schätzung vielleicht die Hälfte der bislang weltweit erschienenen Exlibris-Literatur erfasst sein mag. (Zu den vermutlich über 120.000 gedruckten Arbeiten zum Exlibris zählt z. B. die große Anzahl von Aufsätzen, die in den mehr als 300 z. T. über mehrere Jahrzehnte hinweg herausgegebenen Exlibris-Zeitschriftenreihen der Exlibrisvereine erschienen sind). 

Die in ihren Ausmaßen schier unfassbare Arbeit Dr. Stocks bildet eine – oftmals unverzichtbare – Forschungsgrundlage für viele Autoren, die sich mit der Exlibris-Geschichte und ihren Protagonisten befassen. Weit über bloße Angaben zu Fundstellen hinausgehend liefert sie Personendaten (AutorInnen, KünstlerInnen, EignerInnen), kurze Inhaltsbeschreibungen, Verweise zu Ländern, Themen, Motiven usw. Ohne Dr. Stocks Leistung wären so manche Erkenntnisse über Exlibris kaum je ans Licht gekommen.

Lieber Herr Dr. Stock, die DEG freut sich sehr, Ihnen die Walter-von-Zur-Westen-Medaille 2020 gemeinsam mit der von Joke van den Brandt vorzüglich gestalteten zugehörigen Urkunde zu überreichen. Ganz herzlichen Glückwunsch!

Dr. Henry Tauber
Präsident der DEG, im Namen des DEG-Vorstands
Altena, 15. Oktober 2020

Piskun, Safiya

Safiya Piskun 
*  14.07.1982 in Minsk

+375 29 274 01 81
lasofia@yandex.ru

Ul. Leshcinskogo 51-52
220140 Minsk
Belarus

1992 – 2000      Besuch des Kunstkollegs in Minsk
2000 – 2006      Studium an der staatlichen weißrussischen Kunstakademie
                             in Minsk, Grafik
2006 – 2007      DAAD-Masterstipendium für Freie Kunst an der
                             Kunstakademie in Münster
Seit 2000           Ausstellungen: Moskau, Estland, Deutschland, Österreich,
                            Belarus u. a.
2007 – 2010     Aspirantur in „Künstlerische akademische Werkstätten für
                            Malerei, Grafik und Skulptur“
Seit 2003           Arbeit als Illustratorin in Verlagen in Belarus, Russland, der
                            Ukraine
2011, 2015, 2019   DAAD-Wiedereinladung für Arbeitsaufenthalt an der                                             Kunstakademie in Münster
Seit 2014           Mitarbeiterin im Bildungszentrum „Slavjanskae slova“ in
                            Minsk
Seit 2008           Ordentliches Mitglied im „Belorussischen Künstlerverband“
Seit 2009           Teilnahme an internationalen Exlibris-Kongressen und
                             Exlibris-Ausstellungen 

Exlibris-Opusliste

Exlibris für Johan Hellekate, "Lebenszyklus", 2019, C3/col.
Exlibris für Anton Vetterle, "Venedig Schale", C3, 2012
Exlibris für Cees Lith, "Der standhafte Zinnsoldat", C3+C5, 2016
Exlibris für Luděk Kříž, "When I will be a Boat", C3, 2018
Exlibris für Stefan Wisniewski, "The way", 2019
Exlibris für Michael Gryksa, "Sammler", C3/col., 2017
Exlibris für Helge Larsen, "Mondpferd", C3+C6/col., 2019

PreisträgerInnen des DEG-Wettbewerbs 2020

PreisträgerInnen des DEG-Wettbewerbs 2020

Bekanntlich musste die DEG ihre Jahrestagung 2020 absagen – die Präsentation der für den Wettbewerb für Exlibris und Gelegenheitsgrafik 2020 eingesandten Arbeiten werden wir jedoch auf der Jahrestagung 2021, die [hoffentlich] vom 06.–09.05.2021 in Gelsenkirchen stattfinden wird, in einer großen Ausstellung nachholen.

Am Wettbewerb beteiligten sich 41 KünstlerInnen aus 18 Ländern mit insgesamt 263 Grafiken (237 Exlibris und 26 Gelegenheitsgrafiken). Die üblicherweise von den TagungsteilnehmerInnen vorgenommene Wahl des „besten Exlibris“ und der „besten Gelegenheitsgrafik“ musste in diesem Jahr leider ausfallen. Aber der Vorstand berief eine Jury zur Vergabe des gleichfalls obligatorischen „Künstlerpreises“. Die Jury bestand aus folgenden Mitgliedern: Rolf Fleischmann (Künstler), Dr. Hans-Joachim Kretz (Sammler), Cees Lit (Sammler), Margo Mulholland (Antiquarin), Anke Polenz (Vorstandsmitglied). Die Preisgelder betrugen 300 € für Rang 1, 200 € für Rang 2 und jeweils 100 € für Rang 3, der zweimal besetzt wurde.

Und dies sind die PreisträgerInnen des DEG-Wettbewerbs 2020 in der Kategorie „Bester Künstler“ bzw. „Beste Künstlerin“:

  1. Lembit Löhmus (Estland)
  2. Irina Kozub (Russland)
  3. Mykhailo Drimaylo (Ukraine) und Anna Perekhodko (Russland)

Neben den Preisgeldern erhalten sie auch die von Joke van den Brandt wie immer sehr schön gestalteten Urkunden.

Die DEG freut sich sehr über den großen Anklang, den der Wettbewerb gefunden hat, und gratuliert den PreisträgerInnen ganz herzlich!

Dr. Henry Tauber, für den DEG-Vorstand  

Lembit Löhmus: Exlibris für Klaus Rödel, 2020, C2, 61 x 61 mm
Lembit Löhmus: Exlibris für Tomas Ostermann, 2019, C2, 60 x 60 mm
Irina Kozub: Exlibris für Hans Manche, 2020, C3, 158 x 162 mm
Irina Kozub: Exlibris für Luigi Bergomi, 2020, C3, 164 x 174 mm
Mykhailo Drimaylo: Exlibris für Joop Sliep, 2019, C3+C5/3, 154 x 121 mm
Mykhailo Drimaylo: Exlibris für Elisabeth Beirnaert, 2019, C3+C5/3, 103 x 102 mm
Anna Perekhodko: Exlibris für Alexey A. Baranov, 2020, L, 122 x 80 mm
Anna Perekhodko: Exlibris für Luigi Bergomi, 2020, L, 137 x 115 mm