MEMENTO – Im Kraftfeld der Erinnerungen

Wegen des Teil-Lockdowns vorübergehende Schließung des Museums und Verschiebung der Ausstellung. 

 

 

 

 

 

 

Ausstellung vom 17.10.2020 bis 28.02.2021 im Museum für Sepulkralkultur in Kassel mit einer Auswahl von internationalen künstlerischen Werken, sozialen Projekten und kulturhistorischen Objekten aus der Sammlung, individuellen Formen des Erinnerns und Gedenkens an Verstorbene.  Memento Im Kraftfeld der Erinnerungen – Presseinformation 
Memento Im Kraftfeld der Erinnerungen – Mailkarte
Der Teil-Lockdown zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie hat dazu geführt, dass auch wir unser Museum schließen mussten. Das bedauern wir sehr und hoffen, bald wieder mit den Ausstellungen „/MEMENTO. Im Kraftfeld der Erinnerungen“ /(17.10.2020–28.2.2021) /und „DAS LETZTE“ (14.11.2020-28.2.2021) von Susan Donath/ und Juliane Uhl öffnen zu können. 
Online sind wir weiterhin für Sie da und dies sogar mit neuen Formaten: 
ein Virtueller 3D-Rundgang durch die aktuelle Sonderausstellung „MEMENTO. Im Kraftfeld der Erinnerungen“, im Livestream die Abendveranstaltung „Sterben in Zeiten von COVID-19 – Ein Gespräch über Abschiedskulturen zwischen Religionen und Professionen“ (17.11.2020) sowie einem digitalen „DeathSlam“ der Funus-Stiftung (14.11.-22.11.) anlässlich der Ausstellung „/DAS LETZTE“ /

Fingesten-Ausstellung in Wittenberg

Vom 09.10. bis 29.11.2020 wird im Cranach Haus, Markt 4, 06886 Lutherstadt Wittenberg eine Ausstellung zum graphischen Schaffen von Michel Fingesten (1884-1943) eröffnet. In der Schau werden Exlibris, Gelegenheitsgrafiken, Bücher mit Originalgrafik, Handzeichnungen,

Mappenwerke und zwei Gemälde des besonders produktiven Künstlers aus der Sammlung unseres Mitgliedes Klaus-Jürgen Tischer gezeigt.
Zur Vernissage am 09.10.2020, 19:00 Uhr, sprechen Sven Becker, Ehemann von Elena Deeken, und der Sammler selbst.

MARCO DI CARLO – ZERNETZUNG

MARCO DI CARLO – ZERNETZUNG
Museum für Sepulkralkultur, Kassel
12.06.–06.09.2020

In allem ist unsere Welt vernetzt. Wir leben auf einem Planeten und erleben, wie fruchtbar und zugleich in seinen Folgen unberechenbar weltweiter Austausch ist. Flora und Fauna, Wasser, Luft, Meere, Klima und natürlich Menschen und ihre Waren zirkulieren; und dies – wie schon seit Jahrhunderten – auch von Krankheitserregern begleitet. Strukturen aller Art formieren und vernetzen sich und stehen in permanenter Verbindung. Parallel dazu laufen stets Prozesse der Zersetzung ab, denn Leben ist Wandel und ein ständiges Nebeneinander von Anfang und Ende.

Der Bildhauer Marco Di Carlo (geb. 1980) wird im Rahmen der Abschlussausstellung seines Georg-Meistermann-Stipendiums das Museum für Sepulkralkultur mit Strukturen aus Kabeln und Objekten durchziehen. Er bindet organisches Material aus Fundstücken ein und gestaltet seine Installationen als symbolisches Miteinander von sich durchdringender Natur, Technik und Kultur. Holz, Knochen oder Felle erlangen in phantastischer Weise durch ihre Integration in ein Gewebe aus Kabeln und elektronischen Bauteilen Momente ihrer Lebendigkeit zurück. Di Carlos Arbeiten spielen mit der Ambivalenz unserer Existenz. Tod und Leben erfassen wir als unterschiedliche Zustände, doch aus einer evolutionären Perspektive machen diese beiden uns so vertrauten Kategorien kaum mehr Sinn, denn das sogenannte Leben besteht zugleich aus unzähligen Prozessen der Vernetzung und Zersetzung von Molekülen. Der Mensch ist Teil davon und tut es diesen Vorgängen gleich. Er nutzt dafür seine Fähigkeiten als Homo Faber, als ein schaffendes und darin erfindendes Lebewesen, doch der Hochmut des technisch Schöpfenden führt ihn immer wieder an die Grenzen des Möglichen.

In der Erkenntnis menschlicher Begrenztheit gegenüber Natur und Kosmos findet sich die Chance der Demut gegenüber unserer Existenz, die nur in einem ganzheitlichen Verständnis der Welt getragen sein kann. Und so vernetzen und zersetzen auch wir uns, in der Hoffnung auf geistige, ästhetische oder technische Entwicklungen. Diese führen uns hoffentlich nicht nur an den Rand von Erschöpfung, sondern lassen uns in der Akzeptanz unserer Endlichkeit auch das Leben in seinem Wesen verstehen und feiern. Wir sind endlich, weil wir leben, und wir erschaffen, weil das Bewusstsein über unsere Endlichkeit uns dazu befähigt. 

Ausstellungseröffnungen, Sonderveranstaltungen finden bis auf Weiteres nicht statt! Gruppenführungen nach vorheriger Absprache und Anmeldung.

Adresse Museum für Sepulkralkultur | Weinbergstraße 25–27 | 34117 Kassel T. 0561 91893 0 | info@sepulkralmuseum.de | www.sepulkralmuseum.de Öffnungszeiten: Di 10 – 17 Uhr | Mi 10 – 20 Uhr | Do bis So 10 – 17 Uhr

ausstellung Marco_Di_Carlo flyer

Klaus Thoms – Fenster im Exlibris

Im Rahmen der Klever Kulturtage finden in vielen Städten des Kreises Ausstellungen zum Thema „Fenster“ statt. Da aber die traditionellen Ausstellungsorte wegen Corona geschlossen bleiben, haben viele Geschäfte ihre Schaufenster angeboten, was ja gut zum Thema passt. In Geldern stellt Klaus Thoms „Fenster im Exlibris“ aus. Ein ausführlicher Beitrag ist im Jahrbuch der DEG 2014 zu lesen.

Axel Vater – Wandlungen

Ausstellung mit Zeichnungen unseres langjährigen Mitglieds Axel Vater (1949–2014)
im Kulturhistorischen Museum Görlitz, Barockhaus Neißstr. 30, Graphisches Kabinett
22. Februar bis 6. September 2020

„Ich glaube in der Kunst nicht an Ergebnisse, sondern nur an den permanenten Prozess des Formenwandels. Malerei, Graphik, Collage, Plastik und Photographie interessieren mich dabei nur insofern, als sie mir dienlich sind, Formen zu realisieren. Einzig die Formen und ihr Bedeutungswechsel im jeweils gewählten Medium haben mein Interesse. Ich versuche aus Etwas etwas anderes zu machen, denn in meiner Vorstellung bezieht sich alles auf alles und alles kann alles bedeuten.“ (Axel Vater)