Wandelhalle für Bücherfreunde – Exlibris für die Tanzgruppe Mary Wigman

Neuer Schwung vor 100 Jahren – Exlibris für die Tanzgruppe Mary Wigman

In der jüngsten Ausgabe der Wandelhalle für Bücherfreunde stellt Elke Schutt-Kehm das Exlibris für die Tanzgruppe Mary Wigman von Otto Lange vor.
Als Gegenentwurf zum klassischen Ballett entwickelte sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein moderner Kunsttanz, der u. a. durch die Darstellung von Gefühlen gekennzeichnet war. Berühmte Vertreterinnen des später als „Ausdruckstanz“ bezeichneten Kunstform waren etwa Isadora Duncan und Karoline Sofie Marie Wiegmann, die sich ab 1918 Mary Wigman nannte. 1920 eröffnete Wigman eine Tanzschule in Dresden und machte in der Folgezeit durch Tourneen mit ihrer Tanzgruppe den „New German Dance“ weltweit populär.
Das hier präsentierte Bücherzeichen schuf, um 1920/21, der Dresdener Künstler Otto Lange, der u. a. Mitglied der Dresdener Sezession Gruppe 1919 war, „ein abstraktes Exlibris […], das in genialer Einfachheit die Rhythmik der Musik wie der Bewegungsabläufe ins Bildliche transportiert“ [Elke Schutt-Kehm].

No. 8 – Exlibris im Porträt: Neuer Schwung vor 100 Jahren – Exlibris für die Tanzgruppe Mary Wigman, in: Wandelhalle für Bücherfreunde, Frühjahr 2021, hrsg. von Silvia Werfel, München 2021, S. 16 f. 

(Henry Tauber)  

Abbildungsnachweis: Gutenberg-Museum Mainz 

Weiterführende Literatur: Hedwig Müller: Mary Wigman. Leben und Werk der großen Tänzerin, hrsg. von der Akademie der Künste Berlin, Weinheim: Quadriga 1986 und 1992; Angela Rannow/Ralf Stabel (Hrsg.): Mary Wigman, eine Künstlerin in der Zeitenwende, Dresden: Verlag Tanzwissenschaft e.V. 2006 

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