Nachruf auf Peter Labuhn

Nachruf auf Peter Labuhn

Wieder erreicht uns eine dieser traurigen Nachrichten, die wir aber leider nicht vermeiden können und die mit zunehmendem Alter häufiger werden. Am Dienstag, dem 26. Mai, verstarb in seinem 78. Lebensjahr Peter Labuhn, ein kongenialer Sammler, in dessen Gesellschaft man sich einfach nur wohlfühlen konnte. Wenn uns auch geographisch 700 km trennten, gab es Jahrzehnte lang einen Austausch nicht nur von Exlibris, sondern Gedanken und Betrachtungen über das Geschehen um sie und mit ihnen.

Als Sammler waren sowohl er als auch seine Gattin Beate sehr anspruchsvoll, nicht zuletzt, was die Qualität ihrer Exlibris angeht. Was Peter Labuhn jedoch vor allem als Sammler auszeichnete, war sein Wissen innerhalb unseres Interessengebietes und seine Art und Weise Tauschpartnern und Künstlern gegenüber. Er zählte zu jener Kategorie, die sich durch Großzügigkeit auszeichnet, sowohl Sammlern als Künstlern gegenüber.

Durch sein Engagement in der Pirckheimer-Gesellschaft und deren interessante und vor allem informative Veröffentlichung „Marginalien“ war er federführend in den Bestrebungen, eine tiefere Verbindung zur Deutschen Exlibris-Gesellschaft zu schaffen und war einer der aktivsten Mitglieder.

In der Ausstellungsreihe „Exlibriskünstler der Gegenwart“, die seit einigen Jahren im Frederikshavn Kunstmuseum stattfindet und durch Kataloge begleitet wird, erschien auch ein Katalog mit dem Sammlerehepaar Beate und Peter Labuhn. Die ausgestellten Exlibris – gut 200 – werden in der Homepage des Museums, art-exlibris.net, einem internationalen Publikum zugänglich gemacht und zeigen die Interessengebiete dieser Sammler.

Wir werden den geschätzten Sammler und Freund vermissen, nicht zuletzt seine Anwesenheit und den Gedankenaustausch mit ihm. Unsere Gedanken gehen an Beate Labuhn, die Witwe des Verstorbenen.

Klaus Rödel

Auf der DEG-Jahrestagung 2015 in Bad Bramstedt - Foto: Miroslav Petrik
Sergey Hrapov: Trojanisches Pferd, 2001
Vasyl Fenchak: Das Urteil des Paris, 2001
Harry Jürgens: Prinzessin Brambilla (E.T.A. Hoffmann), 2004

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